Bohrer
Das Bohren bzw. der Bohrprozess ist eines der am weitesten verbreiteten Verfahren in Industrie und Handel. Mit einem im Bohrfutter oder in der Spannzange montierten Bohrer kann man Rundbohrungen in den unterschiedlichsten Materialien bohren. Ob Sie in Beton, Glas, Keramik, Holz oder in verschiedenste Metalle bohren wollen, es gibt für fast jedes Material auf dem Markt den passenden Bohrer. Aus einer Vielzahl von Bohrern ist es daher oft nicht einfach, einen passenden Bohrer für Ihr spezifisches Material auszuwählen. Damit Sie den richtigen Bohrer leichter finden, hilft Ihnen der folgende Texte und gibt praktische Tricks und Tipps zu Bohren gibt.
Es gibt einige wichtige Punkte zu beachten, bevor Sie mit der Auswahl des richtigen Bohrers fortfahren. Zum einen ist es natürlich notwendig, im Voraus zu bestimmen, in was für ein Material man bohren will - Metall, Beton oder Holz. Sobald Sie dies festgestellt haben, sollten Sie überlegen, welche Bohrungsart Sie durchführen müssen. Nicht jedes Loch ist gleich und es wird zwischen kontinuierlichen, blinden und tiefen Löchern unterschieden. Bei einem Durchgangsloch wird das Material durchstochen, daher der Name. Es handelt sich jedoch um ein Sackloch, wenn das Loch kleiner ist als die Dicke des Materials des Werkstücks. Das Eintauchen ist ein Vorgang, bei dem die Bohrtiefe mehr als das Fünffache des Bohrdurchmessers beträgt.
Jedes Material, egal ob Metall, Beton oder Holz, erfordert einen sehr speziellen Bohrer. Um maximale Leistung zu erreichen, kommt es neben dem Bohrer auch auf die Bohrtechnik an. Es gibt drei Haupttypen von Bohrtechniken:
Drehbohrung: Bei der Drehbohrung wird der Bohrer in Metall gedreht. Diese Technik ist sowohl für poröse Materialien als auch für Hartmetall geeignet. Die Schneidkante des Bohrers reicht aus, um Späne aus dem Material zu entfernen.
Hammerbohrung: Bei diesem Bohrvorgang wird der Bohrer mit dem Hammerwerk in eine Vorwärts- und Rückwärtsbewegung versetzt. Diese Technik wird hauptsächlich im Bausektor eingesetzt, wo man in Stahlbeton oder Asphalt bohren muss.
Schlagbohrung: Diese Methode kommt im Wesentlichen dem Hammerbohren ähnlich, allerdings werden viele kleine und leichte Stöße dem Material zugefügt. Diese Bohrmethode ist daher besonders für Baustoffe mit einer dichten Gefügestruktur geeignet.
Da es für dieses Material viele Typen mit unterschiedlichen Dichten gibt, wird eine besonders große Anzahl von Bohrern angeboten. Nicht jeder Bohrer, der zum Bohren von Stahl verwendet werden kann, ist aber auch zum Bohren in Messing oder Aluminium verwendbar. HSS-Bohrer werden nicht für Materialien wie Zink, Kupfer, Aluminium oder kurz gesagt für alle Nicht-Eisenmetalle empfohlen. Herkömmliche Schnellstahlbohrer neigen dazu, bei hohen Geschwindigkeiten in Aluminium zu klemmen, was zu ungereinigten Bohrungen führt. Die Lösung sind Spezial-Aluminiumbohrer mit flacher kegelförmiger Spitze und abgestuften Schneidkanten. Für Hartmetalle wie Edelstahl oder Gusseisen haben wir speziell für Hartmetallbohrmaschinen mit unterschiedlichen Oberflächenbeschichtungen entwickelt. Durch diese Schicht haben die Bohrer einerseits eine längere Lebensdauer bei deutlich höheren Schneidegeschwindigkeiten und sind zusätzlich resistenter gegen Korrosion als unbeschichtete Bohrer. Diese Bohrer sind leicht erkennbar an der Farbkennzeichnung auf der Bohrerspitze. So ist beispielsweise ein Bohrer mit einer Schicht aus Titannitrid und Aluminium lila und ein Bohrer mit einer Schicht aus Titannitrid golden.
Der Spanwinkel des Bohrers und das Bohrermaterial haben entscheidenden Anteil an der Spanbildung und der Spanabfuhr. Die drei Hauptspanwinkel werden durch die Buchstaben W, H und N angegeben. Die Angriffswinkel sind in der folgenden Tabelle dargestellt.
Typ W: Mit einem Neigungswinkel von 27° bis 45° eignet er sich besonders für weiche und längliche Materialien wie Aluminium oder Kupfer.
Typ H: Er hat einen Seitenanstellwinkel von 10 - 19° und ist für sprödes Material wie Messing geeignet.
Typ N: Dies ist ein Standard-Stahlbohrer mit einem Seitenwinkel von 19 bis 20°.
Im Vergleich zu Metall erfordert der Werkstoff Holz viel weniger Aufwand als Metall. Der wichtigste Faktor ist das richtige Werkzeug. So sind beispielsweise Spiralbohrer für Holz sowohl mit als auch ohne zentrale Spitze erhältlich. Bohrer mit Zentrierspitze sind jedoch immer von Vorteil, da die Spitze die Befestigung von Bohrern vereinfacht und das Loch viel reiner aussieht. Der rotierende Holzbohrer ist jedoch nicht für größere Löcher geeignet. Je nach Loch wird ein Montagebohrer oder, bei größeren Durchmessern, ein Forstner oder eine Lochsäge verwendet.
Ja, Sie lesen das Debugging auf der rechten Seite. Die Bohrung im Holz muss ebenfalls entgratet werden. Verzinkte Bleche werden zum Entgraten oder Verzinken von überstehenden Schrauben verwendet. Einer der bekanntesten Galvanisatoren ist der Krauskop, der mit fünf Schneidkanten und einer konischen Spitze ausgestattet ist. Es wird sowohl für die Erweiterung als auch für die Verzinkung von Schraubenköpfen verwendet.
Das Bohren von Löchern in Beton erfordert nicht nur einen robusten Schlagbohrer, sondern auch einen besonders stabilen Bohrer. Für größere Durchmesser wird sogar ein Bohrer mit den kleinsten Diamantsockeln verwendet. Die Bohrer für Beton oder Mauerwerk haben an der Bohrstelle eine gelötete Hartmetallplatte, die dem Material die erforderliche Festigkeit verleiht. Diese Hartmetall-Spitzenbohrer sind ideal zum Gebrauch bei Naturstein und Hohl- oder Ziegelmauerwerk. Bis zum Durchmesser 12 mm können diese Spiralbohrer auch für den Einsatz in Beton verwendet werden (allerdings nur in begrenztem Umfang). Spezial-Betonbohrer haben jedoch punktuell einen 130°-Winkel, normale Steinbohrer haben nur einen 120°-Winkel, bitte beachten Sie dies.