Sonstiges
Sauerstoffbrille - patientenfreundliche Sauerstoffversorgung bei der Langzeitbehandlung
Sauerstoffbrillen können Sauerstoffmasken während der Langzeit-Inhalationstherapie ergänzen oder ersetzen. Für den Patienten ist dies eine große Erleichterung, denn im Gegensatz zur Sauerstoffmaske überträgt die kleine Sauerstoffbrille über die Düsen konzentrierten Sauerstoff in die Nasenwege. So bleiben die Lippen frei und einfache Tätigkeiten wie die Nahrungsaufnahme oder Sprechen sind während der Beatmung ungehindert möglich. Diese Art der Beatmung wird von den Patienten oft als angenehmer empfunden als die Verwendung einer großen Sauerstoffmaske.
Die Sauerstoffbrille besteht aus einem Schlauch mit kurzen, ca. 1 - 1,5 cm langen Nasenlöchern, die in beide Nasenlöcher eingeführt werden. Die Sauerstoffbrille kann mit leichten Federn oder Schlaufen an den Ohren des Patienten befestigt werden. Einige Modelle sind auch am Hinterkopf geschlossen, der hauptsächlich für die klinische Behandlung verwendet wird. Die Sauerstoffversorgung erfolgt über einen flexiblen Kunststoffschlauch, der mit dem Sauerstoffgerät verbunden ist.
Für sensible Menschen und Kinder stehen Modelle mit besonders weichem Ansatz zur Verfügung. Dadurch wird die Nasenschleimhaut weniger gereizt, die Wundheilung wird weitgehend verhindert und gleichzeitig ermöglichen diese Implantate eine optimale Atmung. Weiche Brillen sind auch für Säuglinge und Kleinkinder erhältlich.
Es gibt verschiedene Arten von Sauerstoffbrillen mit und ohne Dichtkompressen, oft als latexfreie Version für Allergiker. Anschlussschläuche sind oft, aber nicht immer, im Preis inbegriffen; Schläuche sind in verschiedenen Längen erhältlich, von weniger als 50 Zentimetern bis zu mehr als zwei Metern.
Worauf musst du achten?
Aus hygienischen Gründen sollten die Sauerstoffbrille regelmäßig ausgetauscht werden, je nach Modell in der Regel alle 24 oder 48 Stunden. Die Anwendung muss immer fachgerecht durchgeführt werden, da sonst die Gefahr des Erstickens der Patienten besteht. Dies kann nicht ausgeschlossen werden, auch nicht bei verwirrten Menschen. Die Alternative in diesen Fällen sind klassichen Sauerstoffmasken oder Sonden, die nur in einem Nasenloch platziert werden.